FERNWEH

 

WINTER WONDERLAND

 

 

In jeder Ausgabe präsentieren wir euch eine ganz besondere Reise.
Dieses Mal nimmt uns Marina Weishaupt auf eine zauberhafte
Wanderungin die Schweizer Alpen mit

 

„Am Abend haben wir schon gemerkt, dass es draußen irgendwie weiß wurde … und am nächsten Morgen lag auf unseren Zelten Schnee! Flo hat dann alle zehn Minuten nach der Sonne und dem Wetter geschaut und plötzlich hat er gerufen: „Schnell! Alle aufstehen! Raus aus dem Zelt!“
Dann sind wir hoch gerannt zum Gipfel und die Sonne war da und immer wieder verdeckt durch den Nebel … Wir haben alle gelacht und geschrien! Es war verrückt.”

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WINTER-CAMPING
BEIM AUFSCHLAGEN DER ZELTE WAR HIER NOCH NICHTS WEISS …4L7A9634.jpg
NEBEL UND SONNE
FÜR DIE FOTOGRAFEN WAR DAS WETTER EIN GLÜCKSTREFFER

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MARINA
WEISHAUPT

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Foto: Florian Wenzel

Marina Weishaupt, 23, ist im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin

Wie hat das mit der Fotografie begonnen?
Ich habe vor zehn Jahren von meiner Mama eine Digicam geschenkt bekommen, die war nach zwei Wochen kaputt, weil sie ein Freund runtergeschmissen hat. Als Ersatz gab es dann eine kleine, günstige Kamera von Fuji und mit der habe ich angefangen Fotos zu machen.
Irgendwann habe ich dann mitbekommen, dass es auch Spiegelreflex-Kameras gibt
und mir eine gekauft und herum probiert. Die Fotos habe ich auf flickr hochgeladen und nach einem Jahr habe ich eine Nachricht von Florian (Florian Wenzel, Anm.d.Red) bekom- men und er hat gefragt, ob wir zusammen losziehen und fotografieren wollen. Das war 2011 / 2012. Damals waren wir beide auf dem selben Level, was die Fotografie angeht. Er hat seinen Hasen fotografiert und ich meinen Hund und Blümchen. Irgendwann hat er mich dann gefragt, ob ich mit will zum Sylvenstein- speicher, und ich so: „Das sind drei Stunden Fahrt, hin und zurück, nur zum Fotos machen!” Mittlerweile machen wir das sehr oft. Irgend- wo hin fahren „nur“ um Fotos zu machen.

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EINMALIGE BILDER …
AM MORGEN WURDEN DIE FOTOGRAFEN FÜR IHRE WANDERUNG BELOHNT –
MIT DIESEM EINMALIGEN NATURSCHAUSPIEL

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Wie kamen die Fotos in der Schweiz zustande?
Ich hatte kurz vorher eine Alpenüberquerung gemacht und war dann noch ein paar Tage im Urlaub in Italien. Danach dachte ich mir „Jetzt drei Tage in Ruhe Zuhause sitzen und nichts machen” und dann hat Florian gefragt, ob ich mit will in die Schweiz, auf den Berg. Ich wusste gar nicht, worauf ich mich einlasse. Wir haben uns dann mit zwei anderen getroffen, erst mal bei der Rheinschlucht, das Wetter war aber richtig schlecht. Da haben wir keine Fotos gemacht.
Am nächsten Tag kam noch ein Freund dazu. Zum Glück hatte ich von der Alpenüberquerung Stöcke dabei. Die waren Gold wert! Wir sind dann im Nebel querfeldein auf den Berg. Wir hatten nur eine App, die den Weg angezeigt hat. Es wurde irgendwann immer steiler und steiniger. Das war wirklich anstrengend für alle.

Und dann habt ihr die Zelte aufgeschlagen?
Genau. Und zu dem Zeitpunkt lag noch kein Schnee, sonst hätten wir uns das wahrscheinlich nochmal anders überlegt.
Als wir oben angekommen sind, waren wir alle komplett nass und ich konnte meine Finger nicht mehr spüren. Dann haben wir die zwei Zelte aufgestellt und uns erst mal reingesetzt und uns umgezogen und dachten alle „Oh Gott“. Also eigentlich war das echt dumm.
Wir haben uns dann aufgewärmt, Tee getrunken, kurz geschlafen und dann zu fünft im roten Zweimannzelt gesessen und gegessen und hatten einen echt schönen Abend! Und über Nacht kam dann der Schnee …

Wie oft bist du unterwegs und fotografierst?
In jeder freien Minute! Es ist definitiv mehr als ein Hobby. Die Alpenüberquerung habe ich beispielsweise auch im Auftrag für ein Reiseunternehmen gemacht.

Gibt es einen Ort, an den du unbedingt hin willst, um zu fotografieren?
Ich möchte bald nach Norwegen, auf die Lofoten. Dort hat man die Berge und das Meer vereint, das möchte ich sehr gerne sehen.Bildschirmfoto 2018-12-20 um 16.24.30